Häufig gestellte Fragen

Dienstleistungen

Gutes Vorgehen im Handverkauf
Heute wollte ich in Ihrer Apotheke ein Algifor forte kaufen. Warum hat mir Ihre Angestellte so viele Fragen gestellt?

Arzneimittel sind im Idealfall hochwirksame und gut verträgliche Präparate, die zur Therapie von Erkrankungen dienen.
In der Realität sind jedoch nicht alle Wirkstoffe für alle Personengruppen in jedem Lebensalter oder Gesundheitszustand geeignet, auch nicht die freiverkäuflichen!

Um Sie bestmöglich zu bedienen, stellen wir mit einer kurzen Kontrollfrage sicher, ob das Medikament und die Dosierung schon bekannt sind. Diese Frage gibt Ihnen die Möglichkeit, sich weitergehend über das Medikament zu informieren.

Bitte informieren Sie uns auch beim Kauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln über Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes, Bluthochdruck und ähnliches und wenn Sie schwanger sind oder werden möchten oder wenn Sie stillen.
Wir helfen Ihnen dann gerne, das richtige Medikament für Sie zu finden.

Freiverkäufliche Arzneimittel mit hohem Suchtpotential
Warum kann ich nur 1 Resyl plus Tropfen pro Besuch in Ihrer Apotheke kaufen?

Einige freiverkäufliche Medikamente enthalten gut wirksame Arzneistoffe, die in grösseren Mengen entweder als Suchtmittel missbraucht werden oder für die Gesundheit des Konsumenten schädlich sein können.

Typische Vertreter dieser Arzneimittel sind Codein-haltige Präparate, Dextromethorphan-haltige Hustensirupe oder Abführmittel mit Bisacodyl.

Bei einer zu häufigen Nachfrage oder mehreren Packungen pro Besuch suchen wir das Gespräch mit dem Kunden und behalten uns vor beim Verdacht eines Missbrauchs, keine Packung des gewünschten Arzneimittels abzugeben.

Jugendliche oder junge Erwachsene, die nicht im Kanton Aargau wohnhaft sind, erhalten in der Regel im Nacht- und Notfalldienst keine Dextromethorphan- und/oder Codeinhaltige Hustenpräparate ohne ärztliches Rezept!

Hauslieferdienst
Kann ich bei Ihnen Medikamente bestellen, die Sie mir dann nach Hause liefern?

Wir bieten keinen offiziellen Hauslieferdienst an.
Wir suchen jedoch individuell nach einer Lösung für unsere Stamm-Kunden, wenn sie verhindert sind selbst ihre Medikamente zu holen.
Im Nacht- und Notfalldienst können wir Ihnen leider keine Medikamente nach Hause bringen.

Kompressionsstrümpfe anmessen
Wie komme ich zu meinen verschriebenen Kompressionsstrümpfen?
Werden diese Strümpfe von meiner Krankenkasse bezahlt?

Kompressionsstrümpfe sind Strumpfwaren, die zur Kompressionstherapie bei verschiedenen Erkrankungen dienen.

Bei folgenden Erkrankungen können Kompressionsstrümpfe vom Arzt verordnet werden:
Venenentzündung
Thrombose
Krampfadern
Nachbehandlung von Venenerkrankungen
bei allen venös bedingten Beinbeschwerden wie schwere Beine, Schwellungsgefühl, Schmerzen
venöse Beinbeschwerden und Krampfadern in der Schwangerschaft
Thromboseprophylaxe und Vorbeugung von Schwellungen und Stauungen auf Fernreisen (Flugreisen, Car- oder Autofahrten von über 5 Stunden Dauer!).
Lymph- und Lipödem
Der Arzt vermerkt auf dem Rezept die Kompressionsklasse des Strumpfes ( =Stärke der Kompression) und den Typ (z.B. Kniestrumpf oder Strumpfhose).
In der Apotheke werden die Masse des Kunden genommen. Der Kunde kann unter verschiedenen Qualitäten und Farben seinen „Wunsch-Strumpf“ auswählen.
Der ausgewählte Strumpf wird umgehend beim Hersteller bestellt. In der Regel treffen die Strümpfe am nächsten oder übernächsten Arbeitstag bei uns ein.
Um korrekte Werte zu erhalten, dürfen wir nur innert 2 Stunden nach dem Aufstehen einen Kompressionsstrumpf anmessen. Bitte vereinbaren Sie einen Termin in unserer Apotheke gleich nach Ladenöffnung.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse
2 Paar Kompressionsstrümpfe werden auf ärztliche Verordnung pro Kalenderjahr durch die Grundversicherung der Krankenkasse zum Teil bezahlt. Ein kleiner Teil muss der Kunde selbst direkt bei uns in der Apotheke bei der Abholung der Strümpfe bezahlen.

Stützstrümpfe
Stützstrümpfe sind Strumpfwaren mit einer viel schwächeren Kompression als die medizinischen Kompressionsstrümpfe. Sie dienen nur zur Vorbeugung von Venenproblemen zum Beispiel bei stehenden Berufen. Diese Strümpfe werden von der Krankenkasse nicht bezahlt.

Kontrollierte Substanzen
Was sind kontrollierte Substanzen? Was sind Betäubungsmittel? Was ist ein Betäubungsmittel-Rezept?

Kontrollierte Substanzen
Kontrollierte Substanzen sind Betäubungsmittel, psychotrope Substanzen, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien, welche zur Herstellung von synthetischen Drogen wie Crystal Meth, Extasy und ähnlichen Erzeugnissen dienen.

Betäubungsmittel
Als Betäubungsmittel gelten abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain und Cannabis.
In der Apotheke werden als Vertreter der Betäubungsmittel vor allem Morphine und Ritalin oder ähnliche Präparate auf ärztliche Verschreibung abgegeben.
Zum Bezug von Betäubungsmittel braucht der Patient ein spezielles Betäubungsmittelrezept.

Betäubungsmittelrezept

  1. Es muss ein amtliches Rezeptformular mit fortlaufender Nummerierung verwendet werden. Dieses Formular umfasst ein weisses Original, einen rosa Durchschlag und einen blauen Durchschlag. Das weisse Original dient der Apotheke zur Durchführung der Betäubungsmittelkontrolle, das rosa Exemplar zur Verrechnung an die Krankenkasse oder Unfallversicherung, das blaue verbleibt beim Arzt im Patientendossier. Beim Bezug von Betäubungsmitteln muss sowohl das weisse Original als auch der rosa Durchschlag vorliegen.
  2. Die Gültigkeit beträgt höchstens 1 Monat ab Ausstellungsdatum und die verordnete Menge darf eine Behandlungsdauer von 1 Monat nicht überschreiten.
  3. In begründeten Ausnahmefällen darf der Arzt eine Menge verordnen, die für maximal 3 Monate ausreicht!
  4. Folgende Angaben muss dieses Rezept einhalten:
    Name, Vorname, Geburtsjahr, Adresse des Patienten
    Arzneimittel, Wirkstärke, galenische Form
    Dosierung, Therapiedauer
    Stempel, handschriftliche Unterschrift des Arztes
    Ausstellungsdatum
  5. Es dürfen maximal 3 Arzneimittel pro Betäubungsmittelrezept verschrieben werden.
  6. Ein Arzt darf nur Betäubungsmittel an Patienten verschreiben, die er selber behandeln hat.

Benzodiazepine
Benzodiazepine sind stark wirksame Schlaf- und Beruhigungsmittel mit einer hohen Suchtgefahr. Sie unterstehen dem Gesetz über die kontrollierten Substanzen, benötigen jedoch kein spezielles Rezeptformular zu ihrem Bezug.
Benzodiazepin-Dauerrezepte können höchstens für eine Dauer von 6 Monaten ausgestellt werden.

Generelle Bemerkungen zu Kontrollierten Substanzen:

  1. In der Regel werden keine Vorbezüge von Betäubungsmitteln und/oder Benzodiazepinen (auch im Notfalldienst nicht!) ausgeführt.
  2. Weder Betäubungsmittel noch Benzodiazepine können bei einem Einmalrezept wiederholt werden.
  3. Bei einem regelmässigen, therapiebedingten Bezug ist es sinnvoll, rechtzeitig ein neues Rezept beim Arzt zu beziehen (Feiertage, Ferien des Arztes).
  4. Im Notfall kann in den allermeisten Fällen zusammen mit dem Interdisziplinären Notfallzentrum INZ des Kantonsspitals Baden eine Lösung gefunden werden.
Rezeptvalidierung
Was kontrolliert der Apotheker auf meinem Rezept?

Der Ablauf bei der Rezeptkontrolle ist genau geregelt, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Jedes Rezept wird im Vieraugenprinzip bearbeitet; die Pharma-Assistentin nimmt das Rezept vom Kunden entgegen, stellt die Medikamente zusammen, schreibt die Anwendungsetiketten und zeigt alles dem Apotheker zur Kontrolle.

Der Apotheker überprüft das folgende:

  1. Ist das Rezept von einem in der Schweiz ansässigen Arzt und noch gültig? (Das Rezept darf maximal bis zu 1 Jahr nach Ausstellung eingelöst werden.)
  2. Ist das Rezept vollständig und korrekt? (Sind die verschriebenen Medikamente für diesen Patienten?)
  3. Entsprechen die herausgesuchten Medikamente den verschriebenen?
  4. Hat der Patient Generika gewünscht oder besteht er auf Originalpräparaten?
  5. Sind die Anwendungsetiketten vollständig und korrekt? (Braucht der Patient Etiketten in einer anderen Sprache?)
  6. Wurde die Anwendung des Asthmasprays, der Vorschaltkammer oder des Hormonpflasters erklärt?
  7. Bestehen Interaktionen zu anderen Medikamenten? Bestehen Kontraindikationen?
  8. Entsprechen die Dosierungen den Vorschriften des Herstellers und/oder der Swissmedic? Lassen sich abweichende Dosierungen durch spezielle Umstände erklären?

Bei Unklarheiten klärt der Apotheker mit dem verschreibenden Arzt diese ab und notiert allfällige Änderungen auf dem Rezept.

Ist alles in Ordnung gibt der Apotheker das Rezept frei und visiert seine Kontrolle auf dem Rezept.

Am Abend oder am nächsten Morgen werden alle Rezepte des Vortages nochmals von einer dritten Person kontrolliert.

Anschliessend an diese Kontrolle werden alle Rezepte eingescannt und stehen somit sofort an allen Terminals unserer Apotheke zur Einsicht zur Verfügung.

Rücknahme oder Umtausch von Arzneimitteln
Kann ich Medikamente, Medizinalprodukte, Sanitätsartikel, Kosmetika und Lebensmitel, die ich in der Apotheke eingekauft habe zurückgeben oder umtauschen?

Die Apotheken und auch die Hersteller und der pharmazeutische Grosshandel unterliegen strengen Richtlinien betreffend Herstellung, Transport und Lagerung von Medikamenten und Medizinalprodukten. Diese gesetzlichen Bestimmungen wurden erlassen, um die Qualität der Produkte und damit die Sicherheit der Kunden jederzeit zu gewährleisten.

Die ganze Lieferkette vom Hersteller über den Grosshandel bis zur Apotheke wurde und wird regelmässig von den Behörden kontrolliert, um sicherzustellen, dass die vorgeschriebenen Lagerbedingungen bis zur Abgabe an den Kunden eingehalten werden.

Nach der Abgabe verlässt das Produkt den Einflussbereich des Apothekers; die Einhaltung der Lagerbedingungen kann nicht mehr nachvollzogen werden.
Die Qualität der Produkte und damit die Sicherheit der Kunden kann bei einer Rücknahme oder einem Umtausch von der Apotheke nicht mehr garantiert werden.

Leider können wir daher diese Produkte weder zurücknehmen noch umtauschen, auch wenn sie nur kurz bei Ihnen zu Hause waren, die Verpackung noch einwandfrei ist und der Originalitätsverschluss nicht geöffnet wurde.

Gerne entsorgen wir Ihre abgelaufenen oder nicht mehr gebrauchten Arzneimittel fachgerecht und umweltverträglich.

Substitutionstherapien
Bieten Sie in Ihrer Apotheke Substitutionstherapien an? Kann ich auch ausserhalb der Öffnungszeiten im Notfalldienst mein Methadon abholen?

Wir bieten keine Substitutionstherapien an.

  1. Keine Methadon-Therapie
  2. Keine Antabus-Therapie
  3. Keine Subutex-Therapie
Versand von Arzneimitteln
Können Sie mir meine Medikamente nach Hause schicken oder mir in die Ferien nachschicken?

Prinzipiell ist der Versand von Arzneimitteln bewilligungspflichtig.

In Ausnahmefällen ist der Nachversand von Arzneimitteln nicht bewilligungspflichtig. Nicht jedes Medikament ist jedoch geeignet zum Verschicken per Post. Temperaturempfindliche Arzneimittel können während des Transportes Schaden leiden. Der Transport eines Paketes kann 2-3 Tage dauern. Manchmal würde man das gewünschte Medikament vorher brauchen.

Sprechen Sie mit uns. Meistens finden wir mit Ihnen eine bessere, schnellere Lösung!

Kosten

Spezialitätenliste
Welche Medikamente werden mir von meiner Krankenkasse bezahlt? Was ist eine Spezialitätenliste? Was ist die ALT? Was ist die KM? Was ist die Negativliste LPPV? Was ist die Hors Liste?

SL – Spezialitätenliste

Medikamente dieser Liste werden von den Krankenkassen aus der Grundversicherung bezahlt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Medikamente Indikations-gerecht (= für die zugelassene Erkrankung) eingesetzt werden und keine Limitation überschreiten (= Höchstmenge).
In der Regel werden 90% dieser Medikamente von der Krankenkasse vergütet, 10% bezahlt der Versicherte selbst (= Selbstbehalt; in der Regel bis zu Fr. 700.— pro Kalenderjahr bei Erwachsenen).
Erst nach Erreichen eines bestimmten Betrages (= Franchise; freiwählbar von Fr. 300.— bis 2‘500.–) zahlt die Krankenkasse Leistungen an Ärzte, Spitäler und/oder Medikamente. Der Versicherte wählt die Franchise frei und kann mit einer hohen Franchise bei „Schadensfreiheit“ Prämien sparen.

ALT – Arzneimittelliste mit Tarif

Bestimmte Arzneizubereitungen werden im Bedarfsfall auf ärztliches Rezept individuell für einen Kunden in der Apotheke hergestellt.
Nach den Tarifen der ALT werden die Preise dieser Präparate berechnet und von den Krankenkassen in der Regel aus der Grundversicherung bezahlt.

LPPV – Liste der pharmazeutischen Präparate zu Lasten der Versicherten

Diese Liste umfasst Präparate und Präparategruppen, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden.
Zum Beispiel:

  • Orale Schwangerschaftsverhütung (Antibabypille)
  • Multivitaminpräparate
  • Kosmetika und Sonnenschutzmittel
  • Nährmittel und Süssstoffe
  • Diäten
  • Functional Food
  • Kindernährmittel
  • Nahrungsergänzungen

KM – Liste der Komplementärmedizin

Medikamente der Komplementärmedizin (= Alternativmedizin) werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Je nach Versicherungsdeckung werden sie jedoch von der Zusatzversicherung übernommen.

NLP – Nichtleistungspflichtige Medikamente (= Hors Liste)

Medikamente, die weder auf der SL noch auf der LPPV stehen, können von der Zusatzversicherung übernommen werden. Die Übernahme der Kosten hängt von der Art der Zusatzversicherung ab, die der Patient abgeschlossen hat.

Bei Fragen und Unklarheiten beraten wir Sie gerne!

Verrechnung an Krankenkasse oder Unfallversicherung
Kann ich meine verordneten Medikamente direkt meiner Krankenkasse verrechnen lassen?

Selbstverständlich können wir Ihre ärztlich verschriebenen Medikamente direkt Ihrer Krankenkasse verrechnen.

Folgende Unterlagen müssen beim Bezug des Medikamentes bei uns vorliegen:

  • Ein gültiges Rezept eines in der Schweiz ansässigen Arztes für dieses Medikament
  • Ein gültiges Betäubungsmittelrezept für Betäubungsmittel
  • Bei bestimmten Medikamenten muss zudem eine Kostengutsprache vorliegen
  • Die verschriebenen Medikamente müssen auf der Spezialitätenliste stehen (oder der Versicherte besitzt eine Zusatzversicherung, was wiederum aus dem Ausweis ersichtlich sein muss).
  • Ein gültiger, validierbarer Versicherungsausweis (ohne Leistungssperre)
  • Eine gültige Unfallversicherungskarte oder ein Unfallschein
  • Bei „Vorläufig Aufgenommenen“ einen Ausländerausweis Kategorie F

Ohne diese Unterlagen können Sie die Medikamente bei uns gegen Barzahlung beziehen und direkt mit Ihrem Versicherer abrechnen.

Unfall oder Krankheit
Warum kann ich die Medikamente meines Unfalls nicht auf meine Krankenkassenkarte abrechnen?

Die Krankenkasse vergütet nur Medikamente, die zur Therapie einer Erkrankung dienen. Als Ausnahme werden Schüler, Studenten, Hausfrauen, Rentner und Selbständig Erwerbende in der Krankenkasse auch mit einer Unfalldeckung versichert.

Bei einer Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung von mindestens 8 Wochenstunden ist der Arbeitnehmer obligatorisch bei der Unfallversicherung des Arbeitgebers versichert. Im Falle eines Unfalls übernimmt diese Versicherung die Behandlungskosten und bezahlt die benötigten Medikamente und Hilfsmittel.

Was ist ein Unfall?
Ein Unfall ist ein plötzlich eintretendes Schadensereignis.
Klassisch: Man rutscht auf der Bananenschale aus und bricht sich ein Bein.

Es gibt jedoch viele Schadensereignisse, die sich nicht so einfach in Krankheit oder Unfall einteilen lassen. Fragen Sie beim Bezug der Medikamente. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Unterschied Unfallversicherung zu Krankenkasse
Bei einem Unfall haben Sie weder eine Franchise noch einen Selbstbehalt zu bezahlen! Ihre Medikamente werden Ihnen vom ersten Bezug an vollumfänglich bezahlt. Die Unfallversicherung vergütet jedoch in der Regel nur Medikamente aus der Spezialitätenliste.

Pauschalen und Checks
Warum werden neben den Medikamentenpreisen noch verschiedene Pauschalen und Checks verechnet?

Seit dem Inkrafttreten des Leistungsorientierten Abgeltungssystem LOA im Jahr 2001 werden die Dienstleistungen des Apothekers nicht mehr mit der Marge der Medikamente (Liste A-B; Spezialitätenliste) sondern mit Pauschalen und Checks abgegolten.

Diese Dienstleistungen werden vom Gesetzgeber verpflichtend gefordert und müssen vom Apotheker zwingend ganz oder zumindest teilweise erbracht werden.

Bezeichnung Preis Dienstleistung, die darin eingeschlossen sind
Medikamentencheck (Wird erhoben pro Rezeptzeile und Packungsgrösse) 4.30 Rezeptüberprüfung, Repetition; Prüfung der Zulässigkeit, Überprüfung der Anwendungsdosierung, Interaktionskontrolle der verschriebenen Arzneimittel, Kontrolle von Risikofaktoren und Kontraindikationen, Kontaktaufnahme zum verschreibenden Arzt (sofern nötig), Missbrauchskontrolle innerhalb des Rezeptes, Beratung des Patienten zu Dosierungen, Therapiedauer, optimale Einnahmezeiten und Erstellen einer Anwendungsetikette jedes Arzneimittels, Instruktionen zur Anwendung, Hinweis zu Gebrauchs- und Aufbewahrungsvorschriften, optimale Wahl der Packungsgrössen bei Dauermedikation
Bezugscheck (Wird erhoben pro Patient, pro Arzt, pro Tag) 3.25 Eröffnung eines neuen Dossier (EDV) Medikationshistory, Führung des Patientendossier ,Medikamentenüberprüfung auf Kumulation, Interaktionskontrolle innerhalb des Dossier, Missbrauchskontrolle innerhalb des Dossier
Notfalldienst (Wird 1x pro Aufsuchen der Notfallapotheke erhoben) 17.30 Versorgung des Patienten mit Medikamenten ausserhalb der ortsüblichen Apothekenöffnungszeiten
Substitution  Max. 21.60 Vorschlag eines preiswerteren Generikums (Nachahmerproduktes) und einholen der Zustimmung des Patienten, Dokumentation (auf Rezept, im Kundendossier und auf der Rechnung), Information des Arztes über Substitution. 40% der Einsparung (max 21.60).
Wochendosiersystem (Wird max. 1x/Woche erhoben) 21.60 Der Patient wird über seine gesamte Medikation instruiert. Die Dosierung, Einnahmefrequenz und Empfehlungen werden zu jedem Arzneimittel schriftlich festgehalten. Über Wechselwirkungen und Nebenwirkungen wird aufgeklärt, die Complianceziele werden formuliert, der Einsatz eines Wochendosiersystemes wird geprüft. Diese Leistung wird vom Apotheker persönlich erbracht.
Betäubungsmitteltaxe (Wird erhoben pro Rezeptzeile und pro Packungsgrösse) 1.60 Betäubungsmittel werden auf ihrem Weg zum Patienten speziell überwacht und gelagert. Es wird eine eigene „Buchhaltung“ über ihren Eingang und Ausgang geführt. Dieses Handling und dessen Dokumentation werden zusätzlich vergütet.
Lösetaxe
(Wird erhoben pro Arzneimittel, das gelöst oder suspendiert werden muss)
1.60 Einige Arzneimittel enthalten Wirkstoffe, die in gelöster oder suspendierter Form nicht genügend lange stabil sind, um bis zur Abgabe an den Kunden in dieser Form gelagert zu werden. Der Wirkstoff wird daher ohne Lösungsmittel (Wasser) verpackt und vor der Abgabe an den Kunden gelöst oder suspendiert. Diese Taxe umfasst alle Aufwendungen zum Lösen oder Suspendieren des Arzneimittels, sowie das Lösungsmittel.

Notfall

Pille danach
Wie bekomme ich die “Pille danach“ und was kostet mich das?

Die „Pille danach“ wird nach einem riskanten sexuellen Kontakt eingenommen, um das Eintreten einer Schwangerschaft zu verhindern. Sie sollte schnellst möglich nach dem Verkehr eingenommen werden. Je früher sie eingenommen wird, desto sicherer wird eine ungewollte Schwangerschaft verhütet. Nach 72 respektive 120 Stunden nach dem Kontakt kann die „Pille danach“ nicht mehr als Notfallverhütung angewendet werden.

Der Apotheker darf die „Pille danach“ ohne Rezept nach einer Beratung der betroffenen Frau abgeben. Mit Hilfe eines Fragebogens wird abgeklärt, ob die Einnahme der „Pille danach“ nötig ist und ob Gründe vorliegen, die der Frau diese Art der Notfallverhütung nicht erlauben.

In der Regel sollte die Frau mindestens 16 Jahre alt und sein. Ist eine Frau jünger als 16 Jahre entscheidet der Apotheker, ob sie genügend Einsicht in ihre Situation besitzt und für sich über die Einnahme der Notfallverhütung und möglicher Risiken und die weitere sichere Verhütung entscheiden kann.

Die „Pille danach“ kostet Fr. 48.50 respektive Fr. 65.50 je nach Präparat, das für Ihre Situation nötig ist. Ausserhalb der regulären Öffnungszeiten kommt die Nacht- und Notfallpauschale dazu (plus Fr. 17.30).
Die „Pille danach“ muss vor Ort eingenommen werden.

Die „Pille danach“ ist keine reguläre Empfängnisverhütung. Sie darf ohne Rezept nur einmal pro Zyklus angewendet werden. Bei einer weiteren „Verhütungspanne“ muss die betroffene Frau einen Frauenarzt aufsuchen.
Der Apotheker entscheidet nach medizinischen Fakten und Richtlinien der PharmaSuisse® und einer Interdisziplinären Expertengruppe für Notfallkontrazeption IENK und internen Weisungen der Apotheke Husmatt AG. Entscheidung des anwesenden Apothekers ist verbindlich.

Die Anwesenheit eines Elternteils einer minderjährigen Frau ist nicht nötig.

Rezeptpflichtige Medikamente ohne gültiges Rezept
Besteht die Rezeptpflicht auch nachts und sonntags im Notfalldienst? Was tun ich, wenn ich dringend auf ein rezeptpflichtiges Medikament angewiesen bin?

Selbstverständlich gelten alle gesetzlichen Vorschriften und Regeln betreffend Medikamente auch im Notfalldienst. Ein rezeptpflichtiges Medikament braucht weiterhin ein gültiges Rezept eines in der Schweiz praktizierenden Arztes.

In berechtigten Ausnahmefällen kann der anwesende Apotheker eine Ausnahme erlauben. Er wird mit Ihnen abklären, ob er Ihnen dieses Medikament mitgeben kann.

Um diesen Entscheid treffen zu können, brauchen wir möglichst viele Informationen von Ihnen:

  • Wer hat Ihnen wann dieses Medikament verschrieben?
  • Weshalb müssen Sie dieses Medikament einnehmen?
  • Ist dieses Medikament Teil einer Dauertherapie?
  • Welche anderen Medikamente nehmen Sie sonst noch ein?
  • Wann gehen Sie das nächste Mal zu Ihrem Arzt?
  • Was muss der Apotheker sonst noch wissen? Grunderkrankungen? Allergien? Eine bestehende Schwangerschaft? Stillzeit?

Falls vorhanden sollten Sie uns noch folgende Unterlagen mitbringen:

  • Alte Rezepte des gewünschten Medikamentes
  • Leere Verpackung
  • Leeres Blister
  • Medikamentenkarten oder –übersicht

Der Apotheker kann entscheiden, dass nur ein Teil einer Originalpackung mitgegeben wird. Der Rest kann gegen Vorlage eines gültigen Rezeptes später abgeholt werden.

Achtung:
In der Regel geben wir keine Benzodiazepine (starke Schlafmittel) und keine Betäubungsmittel ohne gültiges Rezept ab.

Die Entscheidung des Apothekers wird nach medizinischen Gesichtspunkten getroffen und ist verbindlich.

Sollte der Apotheker Ihnen das gewünschte Arzneimittel nicht ohne Rezept abgeben können, wird er mit Ihnen eine praktikable Lösung für das weitere Vorgehen finden.

Öffnungszeiten Apotheke Husmatt
 Montag  08:30-12:30  14:00-18:30
 Dienstag  08:30-12:30  14:00-18:30
 Mittwoch  08:30-12:30  14:00-18:30
 Donnerstag  08:30-12:30  14:00-18:30
 Freitag  08:30-12:30  14:00-18:30
 Samstag 08:30-16:00
 Sonntag 10:00-17:00
 Feiertag 10:00-17:00

Ausserhalb der Ladenöffnungszeiten werden Sie am Schalter bedient.

Öffnungszeiten und Feiertage

Den Laden können Sie während den regulären Öffnungszeiten via Innenhof des Zentrum Husmatt betreten. Der Notfallschalter ist nach dem Geschäftsschluss vom Parkplatz an der Strasse zum Kantonsspital Baden her zugänglich!

Sie können hier unser Detaillierte Öffnungszeiten Herunterladen. 

Öffnungszeiten Apotheke Husmatt Download (PDF)

Notfallnummern
Polizei  117
Feuerwehr  118
Sanität  144
Rega  1414
Tox-Notruf  145
Notfallpraxis  0844 844 500 Erwachsene
Notfallpraxis  0844 844 100 Kinder, Jugendliche bis 16 Jahre
Notfallapotheke  0844 844 600  Medikamente